Leitbild
Von Wurzeln und Flügeln – Unser Leitgedanke
„Gib mir Wurzeln und schenk mir Flügel“
Goethes Forderung „Zwei Dinge sollen Kinder bekommen: Wurzeln und Flügel“ ist für uns ein Leitgedanke in unserem pädagogischen Verständnis. Wir möchten den Kindern partnerschaftlich und in enger Zusammenarbeit mit den Eltern ermöglichen, sich zu starken, selbstbewussten und kompetenten Persönlichkeiten zu entwickeln.
Wir möchten ihnen Wurzeln aus Verlässlichkeit, Vertrauen, Gemeinschaft, Struktur, Halt und Liebe geben, damit sie geerdet sind und fest stehen bleiben können, wenn es einmal stürmt.
Flügel möchten wir ihnen gerne schenken, damit die Kinder neugierig und mutig eigenständige Gedanken und Fragen verfolgen können. Wir möchten Kinder, die uns „Löcher in den Bauch“ fragen, die kreativ sind und sich eigene Visionen und Träume erlauben.
Jedes Kind ist ein Geschenk. Ganz einzigartig und jedes auf seine Weise begabt. Wir möchten Leidenschaften wecken, Begeisterung teilen und an ihre Zuversicht Flügel heften, damit Höhenflüge daraus werden können.
Unser Bildungsverständnis
Wir begreifen Kinder nicht als schutzbedürftige und hilflose Wesen, die von den Erwachsenen durch didaktische Programme Schritt für Schritt in das Begreifen der Welt eingeführt werden, sondern als permanent Lernende, die in all ihren Aktivitäten systematisch und ernsthaft ihr Weltwissen erweitern.
Dies stellt hohe Ansprüche an unsere Beobachtungsfähigkeit - was braucht das jeweilige Kind individuell und in der konkreten Lernsituation. Braucht es dabei Unterstützung, und wenn ja, welche? Wie können wir dem Kind helfen, Welten zu entdecken, sich auch in den Bereichen zu erproben, denen es sich selbst nicht zuwenden würde? So sind die Kinder immer wieder unsere Lehrmeister und schenken uns ihre ganz eigene überraschende Sicht auf die Dinge.
Jedes Kind ist einzigartig – in seinem Aussehen, seiner Art zu lachen, und seiner Art und Weise mit sich selbst, anderen Menschen und Dingen umzugehen. Einzigartig ist jedes Kind auch in seinen Bildungsprozessen. Daher steht im Zentrum unserer Bildungsarbeit die aufmerksame Wahrnehmung und Beobachtung der Bildungsthemen und -zugänge des einzelnen Kindes und seiner ganz eigenen Bildungsbiografie. Alle Bildungsprozesse gestalten wir ko-konstruktiv d.h. unter aktiver Mitgestaltung anderer Kinder und der jeweiligen Eltern.
Wir möchten einen familienartigen Rahmen schaffen, der den Kindern ermöglicht ganz lebensnah in alltäglichen Situationen zu wachsen, das Leben mit allen Sinnen zu begreifen und sich selbst ein Bild zu machen. Dies ermöglicht prozessorientierte Wahrnehmung - die Kinder können die Welt schrittweise und individuell „für wahr nehmen“. Diese Selbstbildungsprozesse möchten wir begleiten. Durch emotionale, räumliche, gemeinschaftliche und praktische Unterstützung schenken wir ihnen den Mut und die Wurzeln, sich forschend und entdeckend ihrer Umwelt zuzuwenden, die Herausforderungen des Lebens anzunehmen, immer wieder über sich hinauszuwachsen und sich ihrer Flügel bewusst zu werden.
Wir lassen uns von der Lebens- und Erlebenswelt der Kinder leiten und greifen ihre Themen wertschätzend und situationsorientiert auf. Inklusion und Partizipation sind dabei für uns nicht konzeptionelle Besonderheiten, sondern alltäglich gelebte Grundprinzipien unserer Gemeinschaft.
Das möchten wir
.... für die Kinder sein
Ent-Wickler*innen, Begleiter*innen, Mutmacher*innen, sicherer Hafen, Mediator*innen, Vertraute/r, Beschützer*innen, Tröster*innen, Puffer, Sinnstifter*innen, Ideenentfalter*innen, Freudenspender*innen, Begreifer*innen, Lernende, Sparringspartner*innen, Reibungsfläche, Geduldsfaden, Zuhörer*innen, Zuschauer*innen, Grenzhüter*innen, Lebensbaustein
.... für die Eltern sein
Begleiter*innen, Partner*innen, Zuhörer*innen, Berater*innen, Ansprechpartner*innen, Mediator*innen, Vertraute/r, Tröster*innen, Sachverständige/r, Auffänger*innen, Lebensbaustein, Sorgennehmer*innen, Vermittler*innen

